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Welche Matratzenarten gibt es? Welche Matratze passt zu mir?

Du bist mit deiner aktuellen Matratze unzufrieden? Der Liegekomfort und deine Schlafqualität leiden bereits? Dann wird es höchste Zeit für eine neue Matratze. Aber welche Matratze passt überhaupt zu dir und deinen Schlafgewohnheiten. Genau das ist hier der ausschlaggebende Punkt. Eine Matratze muss zu deinen Bedürfnissen passen, wenn du deine Liege- und Schlafqualität steigern möchtest. Wir unterstützen dich bei der Suche nach der passenden Matratzenart und skizzieren im Folgenden für dich die wesentlichen Entscheidungskriterien sowie die jeweiligen Vor- und Nachteile.

Zwischen diesen Matratzenarten musst du unterscheiden

Matratzen lassen sich in sieben verschiedene Kategorien einteilen. Die einzelnen Matratzenarten weisen dabei jeweils spezielle Eigenschaften sowie dadurch bedingte Vor- und Nachteile auf. Viele Matratzen bestehen aus einer Kombination verschiedener Materialien. Grundsätzlich gibt es für alle Bedürfnisse und Ansprüche eine passende Matratze.

Diese Matratzentypen stehen zur Verfügung

1. Federkernmatratzen

Grundsätzlich verfügen Federkernmatratzen über eine sehr gute Atmungsaktivität und sind sehr stabil sowie robust. Das sind für Rücken- und Bauchschläfer die Grundvoraussetzungen für einen hohen Schlafkomfort. Auch wenn du beim Schlafen stark schwitzt, wirst du mit einer Federkernmatratze in der Regel gut zurechtkommen. Dafür sorgt neben der Atmungsaktivität ein sehr effektiver Feuchtigkeitstransport. Der Federkern selbst ist in Schaumstoff eingebettet. Liegst du auf der Matratze, spürst du die Federn dank dieser Ummantelung in keinster Weise.

Gerade die Taschenfederkernmatratze stellt eine der beliebtesten Matratzenarten in deutschen Schlafzimmern dar. Dabei solltest du vor deiner Kaufentscheidung allerdings immer berücksichtigen, dass die Merkmale von Taschenfederkernmatratzen stets auf bestimmte Bedürfnisse ausgerichtet sind. Um dir die diesbezügliche Entscheidung für oder gegen eine Taschenfederkernmatratze zu erleichtern, listen wir dir im Folgenden alle wesentlichen Eigenschaften und Besonderheiten sowie alle Vor- und Nachteile auf.

Wie sind Taschenfederkernmatratzen aufgebaut?

Im Inneren der Matratzen befindet sich ein Kern aus Stahlfedern. Ein Stoffsäckchen umhüllt dabei vollständig jede einzelne Feder. Das gewährleistet die vollkommene Trennung der Stahlfedern. Die Stofftaschen bzw. der Federkern selbst sind dann auch wieder von verschiedenen Stoff- bzw. Materialschichten umgeben. Dadurch spürst du die Federn beim Liegen auf der Matratze nicht. Außerdem funktionieren diese Schichten als zusätzlicher Schutz für die Federn. Zwischen den Stoffsäckchen bzw. den Federn besteht durch diese Aufbauform ausreichend Platz. Das ist wichtig, damit die Matratze permanent gut durchlüftet wird.

Welche Vorteile weist eine Taschenkernfedermatratze auf?

Die klare Trennung der Federn durch die Stofftaschen sorgt dabei aber nicht nur für eine gute Luftzirkulation und Atmungsaktivität, sondern steht gleichzeitig für eine hohe Punktelastizität. Dadurch gibt die Matratze immer nur genau an den Stellen nach, auf die tatsächlich Druck durch den Körper des Schlafenden ausgeübt wird. Besonders vorteilhaft für deinen Körper ist dies beim Schlafen in der Seitenlage. In diesem Fall sinkst du mit Hüfte und Schulter optimal in die Matratze ein, was deinen Liege- und Schlafkomfort zusätzlich erhöht.

Auch im Hinblick auf die Haltbarkeitsdauer weisen Taschenfederkernmodelle Vorteile gegenüber anderen Matratzenarten Vorteile auf. In erster Linie liegt das an der Formstabilität. Wird kein Druck mehr auf die Matratze ausgeübt, gelangt sie sofort wieder in den Ursprungszustand zurück. Durch diese Formstabilität kommt es zudem nicht zu den so bezeichneten Liegekuhlen.

Durch Schwitzen angestaute Wärme und Feuchtigkeit werden aufgrund der Materialeigenschaften automatisch nach außen geleitet. Als Nutzer der Matratze profitierst du enorm von dieser automatischen Temperaturregulierung, da diese ein kühles und trockenes Schlafklima gewährleisten.

Welche Nachteile weist eine Taschenfederkernmatratze auf?

Das luftige Schlafklima hat gleichzeitig aber auch Nachteile. Frierst du schnell, empfindest du das Schlafklima oftmals eher als unangenehm kühl. Nachteilig kann sich auch die starre Form auswirken. Das passiert gerade dann, wenn du die Matratze transportieren musst oder verstellbare Lattenroste zum Einsatz kommen. Je mehr Stahlfedern verbaut wurden, desto höher ist letztendlich auch das Eigengewicht. Auch dies geht zulasten der Mobilität beim Transport sowie beim Drehen und Wenden der Matratze. Leidest du unter einer Hausstauballergie, solltest du dich lieber für eine andere Matratzenart entscheiden, denn die im Federkern entstehenden Hohlräume sind anfällig gegenüber dem Befall von Hausstaubmilben. Kritiker diskutieren häufig auch über gesundheitliche Nachteile und Gefahren, die vom Metallkern ausgehen. Hierfür gibt es aber keine wissenschaftlichen Belege.

Für wen sind Taschenfederkernmatratzen besonders geeignet?

Dank der guten Luftzirkulation sind Matratzen dieser Art besonders gut für dich geeignet, wenn du in der Nacht viel schwitzt. Auch als Allergiker profitierst du nachhaltig von den Lüftungseffekten. Denn diese beugen der Entstehung von Schimmel und Milben vor. Bevorzugst du eine bestimmte Schlafposition? Auch dann triffst du mit einer Taschenfederkernmatratze prinzipiell eine gute Wahl. Ein entsprechender Liegekomfort ist unabhängig von der eingenommenen Schlafposition stets gewährleistet.

Zählst du eher zu den schwereren Schläfern, empfiehlt sich vor allem die Rückenlage. In diesem Fall federt die Matratze das Gewicht sehr gut ab und garantiert dadurch ein bequemes Liegegefühl. Bist du ein aktiver Schläfer oder besonders geräuschempfindlich? Auch in diesem Fall stellt eine Taschenfederkernmatratze die perfekte Wahl dar. Denn die mit Stoff umzogenen Stahlfedern quietschen selbst dann nicht, wenn du dich im Schlaf überproportional viel bewegst.

Diese Merkmale sprechen für eine qualitativ hochwertige Taschenfederkernmatratze

  • Umso mehr Federn verbaut sind, desto höher ist in der Regel die Matratzenqualität.
  • Für die Beurteilung der Qualität stellt die Höhe der Matratze einen wichtigen Indikator dar. In der Regel sind die Matratzen 16 bis 20 Zentimeter hoch. Besonders hochwertige Matratzen weisen Höhen von etwa 24 Zentimeter auf. In diesem Fall spricht man von einer Premiumhöhe.
  • Achte auf das angegebene Raumgewicht. Einen Wert von 35 sollte eine qualitätsstarke Matratze mindestens aufweisen.
  • Die Matratze sollte über sieben oder zumindest fünf Liegezonen verfügen, ansonsten solltest du von einem Kauf Abstand nehmen.
  • Eine hohe Strauchhärte ist gerade bei Taschenfederkernmatratzen ein wesentliches Qualitätsmerkmal. Die in der Einheit Pascal (kPa) angegebene Strauchhärte gibt an, inwieweit das Material größere Belastungen durch das Gewicht des Schläfers verkraftet, ohne entscheidend nachzugeben. Orientieren kannst du dich an dieser Faustformel: Eine Strauchhärte von 40 kPa stützt effektiv und dauerhaft ein Körpergewicht bis zu etwa 110 Kilogramm.

2. Schaumstoffmatratzen

Schaumstoffmatratzen erfreuen sich ebenfalls einer großen Beliebtheit. Dafür gibt es gute Gründe. Denn qualitativ ansprechende Matratzenmodelle aus Schaumstoff gelten als bequem und flexibel nutzbar. Zudem sind Matratzen dieser Art vergleichsweise kostengünstig. Diese Kombination aus Vorteilen macht die Schaumstoffmatratze attraktiv für eine sehr große Zielgruppe. Da Matratzen aus Schaumstoff außerdem eine höhere Resistenz gegenüber Schimmel- und Milbenbefall als andere Matratzenarten aufweisen, stellen sie auch für Allergiker eine überaus sinnvolle Lösung dar.

Insgesamt sechs relevante Schaumstoffe können als Material für Matratzen genutzt werden. Unabhängig von der Wahl des Schaumstoffes bleibt der Aufbau der Matratzen bis auf Nuancen immer gleich. Zentrum jeder Matratze bildet dabei ein durchgehender Kern aus Schaumstoff. Von den jeweiligen Eigenschaften her gibt es dabei allerdings ausgeprägte Unterscheidungsmerkmale. Die entsprechenden Merkmale entscheiden letztendlich darüber, ob eine Matratze für deine Bedürfnisse geeignet ist oder eben nicht.

Zwischen diesen Schaumstoffmatratzen kannst du wählen:

Modelle aus Kaltschaum

Von diesen Merkmalen und Materialeigenschaften profitierst du

Matratzen dieser Art enthalten einen Kern aus Polyurethan. Namensgeber für den Namen ist der Herstellungsprozess. Denn im Rahmen der Herstellung wird Polyurethan erst aufgeschäumt und anschließend unter Zufuhr von kalter Luft gehärtet. Sind diese Prozessschritte erledigt, wird das innere Gefüge mithilfe des so bezeichneten Crush-Verfahrens aufgebrochen. Dadurch erlangt die gesamte Matratzenstruktur eine gute Atmungsaktivität. Produziert wird dabei in Blöcken. Aus diesen werden dann die einzelnen Matratzen ausgeschnitten. Die Hersteller nutzen hier verschiedene Schnitttechniken. So werten zum Beispiel gerade Profil- oder Würfelschnitte die Oberfläche qualitativ zusätzlich auf.

Matratzen aus Kaltschaum bieten eine sehr gute Anpassungsfähigkeit und eine hohe Punkteelastizität. Das hat den Vorteil, dass du mit schweren Körperstellen wie Schulter und Hüfte bequem in die Matratze einsinkst, während dagegen leichtere Körperstellen von der Matratze optimal gestützt werden. Das funktioniert bei jeder Schlafposition. Hier musst du also keinerlei Kompromisse eingehen. Zudem passen sich Matratzen dieser Art auch an den jeweiligen Lattenrost an.

Ein besonderes Merkmal stellt die offenporige Matratzenstruktur dar, die im Verbund mit den eingebauten Luftkammern für eine permanente Luftzirkulation sorgen. Aber: Federkernmatratzen bieten eine weitaus bessere Luftzirkulation. Gleichzeitig verhindern die Materialeigenschaften die Ansammlung von Feuchtigkeit. Dadurch erhältst du ein sowohl hygienisches als auch angenehmes Schlafklima. Außerdem bieten Kaltschaummatratzen eine sehr gute Wärmeisolation. Frierst du nachts schnell, stellt eine Matratze dieser Art daher eine gute Lösung dar.

Liegemulden entstehen in der Regel nicht. Dadurch hast du auch keine Komfortnachteile, wenn du sehr unruhig schläfst. Häufiges Umdrehen verläuft dabei nahezu geräuschlos. Das ist gerade für das Schlafen in einem Doppelbett ein nicht zu unterschätzender Vorteil. Denn durch die Vermeidung von Geräuschen wird der Bettpartner bei einem aktiven Schlafverhalten nicht gestört. Vorteilhaft macht sich auch das geringe Gewicht der Matratzen bemerkbar. In der Regel sind die Matratzen leicht und wendig und lassen sich einfach transportieren sowie gut wenden.

Diese Nachteile solltest du bei deiner Wahl berücksichtigen

Du benötigst für Kaltschaummatratzen zwingend ein Lattenrost, um eine gute Stabilität und die notwendige Belüftung bzw. Luftzirkulation zu gewährleisten. Achte zudem darauf, dass es nicht zu breite Lattenrostabständen kommt. Ansonsten läufst du Gefahr, dass sich die Matratze durchdrückt. Bei neuen Matratzen kommt es anfangs in einigen Fällen zu einer unangenehmen Geruchsbildung. Das liegt am Herstellungsprozess und kann von dir nicht beeinflusst werden. Allerdings verschwindet der Geruch nach kurzer Zeit selbstständig.

Billige und ältere Matratzen aus Kaltschaum bieten häufig eine minderwertige Qualität. Sie liegen sich sehr schnell durch und lassen es dadurch schnell an Komfort und Bequemlichkeit missen. Auch die Luftzirkulation, die Atmungsaktivität und die Punkteelastizität lassen oftmals zu wünschen übrig. Daher solltest du dich immer für eine qualitativ hochwertige und möglichst hohe Kaltschaummatratze entscheiden. Achte außerdem darauf, dass der Härtegrad der Matratze genau auf dein Körpergewicht ausgerichtet ist. Gerade bei Kaltschaummatratzen ist dies ein wichtiger Faktor für den Liege- und Schlafkomfort.

Komfortschaum

Der Name irritiert in diesem Fall ein wenig. Denn im Gegensatz zu Modellen mit Kaltschaum verfügen Matratzen aus Komfortschaum über eine weitaus geringere Rückstellkraft. Das wirkt sich nachteilig auf die Liegequalität aus. Zudem sind Matratzen dieser Art eigentlich nicht für intensive Belastungen ausgelegt.

Wird die Matratze tagtäglich genutzt und zudem mit einem höheren Körpergewicht belastet, leidet die Qualität mitunter deutlich. Außerdem musst du deine Matratze aus Komfortschaum sorgfältig pflegen. Ansonsten kannst du auch in diesem Fall mit starken Qualitätseinbußen rechnen. Vorteile weisen Komfortschaummatratzen vor allem im Hinblick auf die Preise dar. Diese Matratzen erhältst du nämlich äußerst preis- bzw. kostengünstig. Dies liegt am vereinfachten Fertigungsprozess.

So ist Komfortschaum von vorneherein offenporig und muss nicht extra das Crush-Verfahren durchlaufen. Dadurch ist die Oberfläche ohne einen weiteren Arbeitsschritt direkt atmungsaktiv und temperaturausgleichend, was für eine starke Kostenreduktion sorgt. Gemäß dieser Eigenschaften und Merkmale solltest du eine Komfortschaummatratze nur dann nutzen, wenn du keine Gewichtsprobleme hast. Alternativ stellen Matratzen dieser Art eine gute Lösung für das Kinderbett oder als Polsterung für das Gästebett dar.

Formschaum

Formschaum bietet eine intakte homogene Zellstruktur, was ein progressives Federungsverhalten unterstützt und forciert. Dadurch ist es möglich, dass der Formschaum als Material für die Matratze den jeweiligen Widerstand auf die Belastungsstärke (höheres Körpergewicht) ausrichten kann. Das bedeutet im Klartext: Je höher die Belastung durch das Körpergewicht ausfällt, desto stärker ist der Widerstand der Matratze. Das macht diese Matratzenart äußerst flexibel nutzbar. Zudem verfügen Matratzen aus Formschau fließend ineinander übergehende Liegezonen. Dadurch nimmt die Matratze quasi automatisch je nach Belastung bzw. Druck eine ergonomische Körperanpassung vor.

Viscoschaum

Suchst du eine entlastende und anpassungsfähige Matratze aus Schaumstoff? Dann solltest du dich einmal näher mit Matratzen aus Viscoschaum befassen. Diese bieten dir einen ganz besonders großen Vorteil durch den integrierten Memory-Foam. Denn dieser passt sich automatisch deinen Körperkonturen an. Nutzer schwärmen in diesem Fall von einem schwerelosen Liegegefühl durch die gezielte Druckentlastung der Gliedmaßen. Vor allem Menschen, die unter Rückenschmerzen leiden, sowie Seniorinnen und Senioren sind mit dieser Matratzenart hervorragend beraten.

Allerdings besitzen die Modelle aus Viscoschaum weniger Atmungsaktivität als andere Matratzenarten. Nachteilig wirkt sich zudem die langsame Rückbildung in die ursprüngliche Form aus. So nimmt die Matratze nicht wieder eine glatte Form ein, wenn du beim Schlafen eine neue Position einnimmst. Eine Matratze aus Viscoschaum ist zudem nur dann für dich interessant, wenn du im Schlafzimmer durchgehend eine Temperatur von über 18 Grad gewährleisten kannst. Matratzen dieser Art verformen sich erst ab dieser Temperatur. Ist es kälter im Zimmer, präsentiert sich der Viscoschaum als sehr fest und damit auch kaum noch verformbar. Das schränkt den Liege- und Schlafkomfort drastisch ein.

PUR-Schaum

Auch bei diesen Matratzen bildet ein Kern aus aufgeschäumtem Polyurethan die grundsätzliche Basis. Matratzen aus PUR-Schaum sind sehr leicht und weisen eine hohe Anpassungsfähigkeit an das Körpergewicht und die Körperkonturen auf. Allerdings mangelt es – ebenso wie bei der Matratze aus Komfortschaum – nach einem intensiven Gebrauch über wenige Jahre deutlich an Rückstellkraft. Du musst also ab einer gewissen Nutzungszeit mit der Bildung von Mulden rechnen. Menschen, die viel Gewicht auf die Waage bringen, sollten sich lieber für eine andere Matratzenart entscheiden. Ansonsten gelten die Modelle aus PUR-Schaum als Allround-Lösungen.

Gelschaum

Hierbei handelt es sich im Grunde genommen um eine Kombination aus Kaltschaummatratze und Visco-Matratze. Du profitierst einerseits von den günstigen Klimaeigenschaften der Matratzen aus Kaltschaum und andererseits von der optimalen Druckentlastung, die von Visco-Matratzen geboten werden. Daraus ergibt sich ein Material-Mix, der gerade für schnell schwitzende und besonders unruhige Schläfer Vorteile bietet. Außerdem ist diese Matratze immer dann empfehlenswert, wenn du viel Wert auf eine permanente Unterlüftung sowie ein allgemein trockenes Bettklima legst.

3. Latexmatratzen

Latexmatratzen gelten als sehr langlebig und werden für ihre guten Liegeeigenschaften gelobt. Auch wenn Matratzen dieser Art weniger bekannt sind als andere Matratzenarten, profitierst du hier von den guten ergonomischen Eigenschaften, einer hohen Rückprallkraft und einer hervorragenden Punktelastizität.

Latex entsteht, indem Kautschuk gemeinsam mit verschiedenen Hilfsstoffen aufgeschäumt und anschließend bei rund 100 bis 120 °C vulkanisiert wird. Die Matratzen können dabei mit einem Kern aus Naturlatex oder synthetischem Latex (auf Basis von Erdöl) ausgestattet werden. Viele Hersteller bieten aber auch Matratzen an, bei denen sowohl Naturlatex als auch synthetischer Latex Bestandteile des Latexkerns sind.

Die Zusammensetzung entscheidet dabei über die Eigenschaften der Matratzen. Entscheidest du dich zum Beispiel für eine Matratze mit einem hohen Anteil an Naturlatex, setzt du auf eine bessere Rückstellkraft. Demgegenüber ist die Festigkeit umso besser, je höher der Anteil an synthetischem Latex ist.

Auf einen Blick – dies sind die Vorteile von Latexmatratzen

  • hervorragende Punktelastizität
  • ausgeglichene Druckverteilung (sorgt für einen ruhigeren Schlaf)
  • passt sich dem Körper gut an
  • für alle Schlafpositionen geeignet
  • geräuschlos auch bei häufigen Schlafbewegungen
  • wirkt wärmend
  • hohe Lebensdauer
  • auch geeignet für Hausstauballergiker

Auf einen Blick – dies sind die Nachteile von Latexmatratzen

  • vergleichsweise hohes Gewicht (bei 90 x 200 Zentimeter bis zu 20 Kilogramm)
  • erfordert vergleichsweise viel Pflege
  • höhere Anschaffungskosten
  • Material ermüdet schneller bei einer harten Unterfederung
  • kein kühlender Effekt
  • nicht gut geeignet für Menschen mit einer hohen Körperwärme
  • nicht nutzbar für Personen mit einer Latexallergie
  • Naturlatex zersetzt sich innerhalb weniger Jahren durch aggressiven Schweiß (entsteht oft bei der Einnahme besonders starker Medikamente)

4. Kombinationen

Neben den aufgeführten Matratzen bzw. Matratzenarten sind im Handel auch Matratzen aus kombinierten Materialien erhältlich. Dies sind die relevantesten Modelle:

  • Hybrid-Matratzen: Diese bestehen in der Regel zu einem Teil aus Schaum und zum anderen Teil aus einem Federkern respektive aus Federn.
  • Matratzen aus Memoryschaum und Latex
  • Matratzen aus Schaum und Gel