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Wie lange hält eine Matratze?

Welche Vor- und Nachteile bieten mir die einzelnen Matratzen-Modelle?

Schaust du dir die Angebote im Bettwaren-Handel an, stellst du fest, dass es unterschiedliche Arten von Matratzen gibt. Sie weichen vor allem durch ihr “Innenleben” und das verwendete Material voneinander ab.

Da ist zum einen die klassische Federkernmatratze, die ihren Namen von den enthaltenen Metallteilen hat. Sie gewährleisten eine optimale Luftzirkulation und verleihen der Matratze eine hohe Stabilität. Im Umkehrschluss heißt das aber auch, dass Federkernmatratzen stets etwas fester sind als andere Modelle und sich an Menschen richten, die gern hart schlafen.

Auch die Kaltschaummatratze trägt ihre Bezeichnung nicht von ungefähr: Ihr Kern besteht aus aufgeschäumtem Polyurethan, der die Matratze äußerst flexibel macht. Sie ist so konzipiert, dass sie deinen Körper an den schwersten Stellen entlastet und an den leichtesten Stellen stützt. Dafür muss die Matratze jedoch perfekt auf deine Körpergröße und deine Schlafgewohnheiten abgestimmt sein.

Schließlich sind im Handel noch Latexmatratzen erhältlich, die als besonders langlebig, formstabil und belastbar gelten. Sie wurden entwickelt, um Allergiker:innen einen ruhigen Schlaf zu ermöglichen – denn ihre Inhaltsstoffe wirken antibakteriell, fungizid und repellent; d.h. sie verhindern eine Besiedlung mit Keimen, Pilzsporen und tierischen Schädlingen. Um alle Vorzüge gleichzeitig nutzen zu können, muss die Matratze jedoch aus Naturkautschuk bestehen – und der ist im Gegensatz zum synthetischen Ersatzprodukt ziemlich teuer.

Welche Faktoren beeinflussen die Lebensdauer meiner Matratze?

Schon die verschiedenen Materialien stellen jeweils eigene Ansprüche an die Pflege der Matratze und haben eine unterschiedlich lange Lebensdauer. Die meisten Hersteller geben dir eine Garantie über 10 Jahre. Das heißt aber lediglich, dass die grundlegenden Eigenschaften der Matratze erhalten bleiben. Mit anderen Worten: So lange bleibt der Bezug intakt und die Füllung drin. Über den Abnutzungsgrad des sogenannten Matratzenkerns sagt diese Zeitspanne nichts aus – denn der unterliegt Faktoren, auf die Hersteller gar keinen Einfluss nehmen können:

Die Bettkonstruktion

Sowohl der Unterbau als auch der Lattenrost deines Bettes müssen auf die Matratze abgestimmt sein. Bei Verwendung eines Federkern-Modells können die einzelnen Sprossen des Lattenrostes etwas weiter auseinander stehen; für eine Kaltschaum- oder Latex-Version müssen sie dichter beieinander sein. Auf keinen Fall darf die Matratze direkt auf dem Fußboden oder einer abgeschlossenen Fläche ruhen. Falls sich das nicht vermeiden lässt, musst du sie jeden Tag lüften, damit sich an der Unterseite keine Feuchtigkeit ansammelt.

Deine bevorzugte Schlaftemperatur

Schläfst du gern warm, altert deine Matratze wahrscheinlich schneller – denn Schweißbildung erhöht den Wassergehalt der Raumluft und sorgt dadurch für ein feucht-warmes Bettklima. In diesem Milieu fühlen sich Mikroben, Sporen und bestimmte Schädlinge besonders wohl und tragen auf ihre Weise zum Verschleiß der Matratze bei.

Deine persönliche Hygiene

Ein regelmäßiger Wechsel der Bettwäsche und häufiges Reinigen des Matratzen-Bezuges tragen wesentlich zur Lebensdauer deiner Matratze bei. Achte bereits beim Kauf darauf, dass sie eine abnehmbare Hülle aus atmungsaktivem Stoff hat, die du möglichst heiß waschen kannst. Ist das nicht der Fall, sind Matratzen-Schoner eine gute Alternative. Sie werden unter das Bettlaken gezogen und verhindern, dass Feuchtigkeit in die Matratze zieht.

Die Qualität

Es lässt sich nicht verleugnen, dass eine minderwertige Matratze früher Abnutzungserscheinungen zeigt als ein höherwertiges Modell. Die Qualität ist häufig – aber bei Weitem nicht immer! – am Preis zu erkennen. Von einer auffallend billigen Matratze kannst du in der Regel nicht viel erwarten. Bei Test-Bewertungen solltest du immer auf die einzelnen Kriterien achten, die zur Beurteilung geführt haben. Nur in Summe sind sie aussagekräftig genug. Letztendlich bist du selbst Expert:in für die Qualitäts-Einschätzung – indem du die gewählte Matratze einem Probeliegen und evtl. Produktvergleichen unterziehst

Bei welchen Anzeichen sollte ich meine Matratze austauschen?

Doch auch, wenn du alle Empfehlungen zu Matratzen-Kauf und -Pflege einhältst, hat die Bett-Einlage kein ewiges Leben. Unterziehe sie daher regelmäßig einem (selbst-) kritischen Test. Sobald

  • du jeden Morgen Rückenschmerzen und/oder Verspannungen im Halswirbel- bzw. Schulterbereich verspürst
  • du nach dem Aufwachen ständig niesen musst, deine Nase kribbelt oder deine Augen gerötet sind bzw. tränen
  • die Matratze spür- und/oder sichtbar durchgelegen ist; d.h. Dellen oder gar eine Kuhle aufweist
  • die Matratze unangenehm riecht
  • die Matratze Anzeichen von Schimmel- oder Ungeziefer-Befall erkennen lässt

solltest du dich um ein neues Modell kümmern.

Wann ist ein Austausch außerdem sinnvoll?

Darüber hinaus kann aber auch eine Änderung der persönlichen Lebensumstände eintreten und einen Matratzen-Neukauf nötig machen. Das ist zum Beispiel dann der Fall, wenn

  • du in letzter Zeit deutlich zugenommen hast und damit schwerer bist als es für deine aktuelle Matratze vorgesehen war
  • du krankhafte Veränderungen wie Gelenk- oder Rückenprobleme ausgebildet hast, die dein derzeitiges Matratzen-Modell nicht mehr abfedern kann
  • du eine Allergie entwickelt hast, die bei Anschaffung der alten Matratze noch nicht bestand

Fazit

Der Austausch einer Bett-Einlage kann aus vielen Gründen nötig sein. Doch ganz gleich, was dich zum Neukauf veranlasst: Prüfe vorher, welche Optionen du für die Entsorgung deiner bisherigen Matratze hast. Es ist nicht ganz einfach, einen persönlichen Gegenstand wie diesen loszuwerden.

Unser Service nimmt dir dieses Problem ab, denn wir nehmen deine alte Matratze bei dir zu Hause in Empfang und recyceln sie umweltfreundlich, sodass daraus wieder neue Bett-Einlagen hergestellt werden können. Mehr dazu erfährst du in unseren FAQ oder unter dem Menü-Punkt “So funktioniert’s”.